In vielen Fällen muss nur ein Detail (Teilbereich) eines Bauteils modelliert werden, z. B. ein Trägerauflager oder eine Öffnung in Trägermitte. Dieser Ansatz kann zu Lagerungskonfigurationen führen, die instabil, in IDEA StatiCa Detail aber zulässig sind (einschließlich des Falls ohne Lager). In solchen Fällen muss jedoch auch der Querschnitt modelliert werden, der die Verbindung zum angrenzenden B-Bereich darstellt. Dazu gehören die Schnittgrößen in diesem Querschnitt, die das Gleichgewicht erfüllen. In bestimmten Fällen (z. B. bei der Modellierung eines Trägerauflagers) kann das Programm diese Schnittgrößen automatisch bestimmen.
Zwischen dem B-Bereich und dem untersuchten Diskontinuitätsbereich wird automatisch eine Saint-Venant-Übergangszone erzeugt. Sie stellt eine realistische Spannungsverteilung im untersuchten Bereich sicher. Die Breite der Übergangszone entspricht der halben Querschnittshöhe. Die Saint-Venant-Zone dient nur dazu, im restlichen Modell eine korrekte Spannungsverteilung zu erreichen. Daher werden für diesen Bereich im Nachweis keine Ergebnisse angezeigt, und es werden hier keine Abbruchkriterien berücksichtigt.
Der Rand der Saint-Venant-Zone, der das gekürzte Trägerende darstellt, wird als starr modelliert. Er darf sich also verdrehen, muss aber eben bleiben. Dazu werden alle FEM-Knoten des Rands mit einem separaten Knoten im Querschnittsschwerpunkt verbunden, und zwar über ein Starrkörperelement (RBE2). Die Schnittgrößen des Elements können dann an diesem Knoten angesetzt werden, wie in Abb. 10 dargestellt.


