Wenn Sie einen BIM-Link verwenden, um Daten aus FEA-Programmen in IDEA StatiCa zu laden, ermittelt der Algorithmus die Werte der ausgewählten Lastfälle/Kombinationen/Klassen im Knoten und importiert die Kräfte. Nach den Gesetzen der Mechanik muss im Knoten ein Gleichgewicht der Schnittgrößen vorhanden sein. Leider wird das Gleichgewicht nach dem Import manchmal nicht erreicht.
Ein Ungleichgewicht der Schnittgrößen nach dem Import in IDEA StatiCa kann in den folgenden Fällen auftreten:
Fall: Im nach IDEA StatiCa importierten Knoten wirkt eine Einzelkraft. Die Software kann nicht erkennen, welches Bauteil diese Einzelkraft übertragen soll. Daher wird sie im Berechnungsmodell nicht berücksichtigt.
Lösung: Verwenden Sie in der globalen Berechnung keine Einzelkräfte. Falls erforderlich, muss die Kraft manuell als Normalkraft oder Querkraft zu einem ausgewählten Bauteil hinzugefügt werden.
Fall: An den importierten Knoten ist ein belastetes Bauteil aus einem anderen Werkstoff als Stahl (meist Holz oder Beton) angeschlossen. Ein solches Bauteil wird in der Berechnung nicht berücksichtigt, und seine Schnittgrößen bleiben unberücksichtigt.
Lösung: Ersetzen Sie das Betonbauteil durch einen Betonblock und eine Verankerung.
Fall: Der Knoten ist Teil einer Platte oder einer Wand (meist aus Beton). Die Platte oder die Wand ist nicht Teil des Modells, und ihre Schnittgrößen bleiben unberücksichtigt.
Lösung: Ersetzen Sie die Betonplatte oder die Betonwand durch einen Betonblock und eine Verankerung.
Fall: Einige Bauteile sind über starre Kopplungen an den importierten Knoten angeschlossen. Solche Bauteile sind nicht im Modell enthalten, und ihre Schnittgrößen bleiben unberücksichtigt.
Lösung: Fügen Sie diese Bauteile manuell zur Liste der angeschlossenen Bauteile hinzu.
Fall: Im tragwerksbezogenen Modell wirkt eine Erdbebeneinwirkung. Das Ungleichgewicht resultiert aus der Art des weit verbreiteten Berechnungsverfahrens. In Erdbebenzuständen werden die Werte der einzelnen Schnittgrößen als Wurzel aus der Summe der Quadrate berechnet. Dadurch sind sie alle positiv und werden auch so importiert.
Lösung: Der Anwender muss beurteilen, ob die Auswirkung des Ungleichgewichts akzeptiert werden kann.
